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Blumenschmuck-Bewerb 2017!

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Bienen und Schmetterlingspflanzen 2017

Allroundtalent Biene – unermüdlich im Einsatz für alle

Jeder Gartenbesitzer und Hobby-Gärtner freut sich über die eigene Blumenpracht und reifes Obst als Lohn seiner Arbeit. Doch ohne Insekten, allen voran der Honig- und der Wildbienen, bliebe der Ernteerfolg wohl aus, denn die Voraussetzung für Frucht und Samen ist die Blütenbestäubung. Hierin sind unsere Bienen „Weltmeister“. Ohne diese emsigen und unermüdlichen Tierchen wäre der Tisch für uns Menschen nicht so reichlich gedeckt.

Ohne Insektenbestäubung müsste etwa 1/3 der Nutzpflanzen, auf die wir Menschen angewiesen sind, mit anderen Mitteln aufwendig bestäubt werden und 75 Prozent unserer Kulturpflanzen wären von einem Produktivitätsrückgang betroffen. Die nahrhaftesten und beliebtesten Nutzpflanzen auf unserem Speiseplan – darunter viele wichtige Obst- und Gemüsesorten – sowie einige Futterpflanzen für die Fleisch- und Milchproduktion würden, ohne jeden Zweifel, durch einen Rückgang der Insektenbestäuber stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

Anders ausgedrückt: Bienen sorgen für reiche Ernte, üppiges Wachstum und natürliche Artenvielfalt. Mehr noch: Vielen Tierarten und auch uns Menschen sichern sie die Nahrungsgrundlage und damit auch unsere Existenz.

Wussten Sie eigentlich schon, dass

... eine Biene in ihrem Leben 8.000 km zurücklegt?
... ein Ausflug einer Biene ca. 10 Minuten dauert und sie dabei ca. 100 Blüten besucht?
... die Biene stets die Blüte der gleichen Pflanzenart aufsucht?
... die Biene den Sonnenstand im Flug als Kompass benützt?
... etwa 80% der Blüten unserer Kulturpflanzen von Insekten beflogen werden müssen um befruchtet zu werden?
... somit die Bestäubung der Frühjahrsblüher (Obst) zu fast 100% der Arbeit unserer Bienen zu verdanken ist?
... dass es cirka 30.000 bis 40.000 Bienenarten gibt? Wenige, wie unsere Honigbiene, leben in "Völkern", die meisten sind Einzelgänger...
... dass an einem schönen Sommertag die Bienen eines einzigen Volkes über 2 Mio. Blüten besuchen? Mit jedem Besuch bestäuben sie auch die Blüten und sichern so den Weiterbestand dieser Pflanzen.

Umso wichtiger ist es für jeden von uns den Fortbestand und Lebensraum der Bienen zu schützen und ihren Lebensraum zu erhalten.

Ein von den ersten Frühlingstagen bis in den Spätherbst gut und abwechslungsreich „gedeckter Tisch“ ist für die Entwicklung und den gesicherten Fortbestand der Bienen lebensnotwendig.

Jeder Gartenbesitzer, Hobbygärtner oder „Balkonist“ kann mit gezielt ausgewählten Bienenweidepflanzen positiv zu einem gedeihlichen Lebensraum unserer Bienen beitragen und seinen Garten mit diesen Pflanzen bereichern.

Nicht jede Blüte ist für Bienen geeignet, so sollte die Blüte möglichst offen und einfach sein und somit leicht für die Biene zugänglich. Eine gefüllte Blüte ist zwar schön für uns anzusehen aber für Bienen völlig nutzlos.

Bienenweidepflanzen rund ums Jahr

Frühling:

Kornelkirsche, Cornus mas

Die Kornelkirsche blüht überreich und besonders früh, oft schon ab Februar bis April.

Vor dem Laubaustrieb erscheinen Ihre kleinen gelben Blüten besonders auffällig an den noch kahlen Zweigen, stehen in hübschen Dolden und sind ein starker Bienenmagnet.

Im Spätsommer (ab Ende August) trägt dieser Strauch längliche rote Früchte welche auch essbar sind, allerdings aber säuerlich-herb schmecken und daher meist verarbeitet werden. Zum Verarbeiten hat sich die Sorte ´Jolico´ sehr bewährt. Sie hat größere Früchte als die Urform und ist besonders reich an Vitamin C. Sie eignen sich besonders für Marmeladen, Fruchtsaft, Kompott und Liköre. Sollten Sie die Früchte nicht wollen, haben unsere Naturvögel auch eine große Freude damit und ernten diese für Sie gerne ab. Da die Kornelkirsche ein Wildghölz ist, ist sie auch vom Standort nicht sehr anspruchsvoll. Ein sonniges Plätzchen und durchlässiger Boden ist für sie schon ausreichend.

Kanadischer Judasbaum, Cercis canadensis

Diese besondere Pflanze ist nicht nur eine Bienenweidepflanze sondern noch zusätzlich ein Hingucker in Ihrem Garten. Ihre auffälligen, meist purpurvioletten Blüten entspringen direkt aus den Stämmen und Ästen noch vor dem Laubaustrieb im April und blühen oft bis in den Mai hinein. Ihre rundlich-herzförmigen, sommergrünen Blätter erleuchten noch dazu in einer wunderschönen gelben Herbstfärbung. Sie wächst, je nach Sorte, baum- oder auch strauchförmig und liebt einen sonnigen Standort und durchlässige Böden.

Cercis finden Sie bei uns in vielen Sorten und Wuchsformen.

Sommer:

Bienenbaum (Tetradium danielii)

Dieser Baum, der aus den Bergwäldern Nordchinas und Koreas stammt, wird bis zu 5m hoch und bildet eine Krone mit ausladenden, nach oben gerichteten Ästen. Die kleinen, weißen, nach Honig duftenden Blüten, die zu mehreren zusammenwachsen, erscheinen im Sommer (Juni-August). Im Herbst entwickeln sich kleine, schnabelförmige, schwarzrote Hülsen. Der Bienenbaum ist die beste bisher bekannte Bienenweidepflanze und noch dazu ein hervorragendes Vogelnährgehölz!
Es ist eine Freude zu sehen, wie er gerade in der Spättracht, wenn fast nichts mehr blüht, mit seinen vielen Dolden Bienen anzieht, die wie Trauben auf den Blüten sitzen und vor Wohlgefallen schon von Weitem hörbar vor sich hinsummen.

Einmalig ausgepflanzt erleben sie in jedem Spätsommer ein Blütenmeer, in dem sich nicht nur die Honigbienen, sondern auch viele andere Insekten wie Hummeln mit Nektar und Pollen für die Überwinterung versorgen.

Übrigens: Pflanzen Sie den Bienenbaum nahe Ihres Sitzplatzes, denn somit halten Sie Wespen von der Kaffeetafel fern, da die Insekten vom Bienenbaum magisch angezogen werden! Selbst auf Spielplätzen wird er gerne gepflanzt, um Insekten von den Getränkeflaschen zu locken.

Besonders im Spätsommer-Herbst, wenn die Auswahl an Pollen sehr rar ist, ist es wichtig unseren Bienen noch ein blütenreiches Angebot zu bieten. Hier möchten wir Ihnen ein paar außergewöhnliche Spätblüher vorstellen.

Spätsommer-Herbst

Sieben Söhne des Himmels - Heptacodium miconoides

Was verbirgt sich hinter der Pflanze mit dem geheimnisvoll klingenden Namen?
Aus dem fernen China kommt der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch.
Obwohl dieser auffällige Strauch schon seit ein paar Jahrzehnten in Mitteleuropa bekannt ist, gehört diese Art immer noch zu den selten verwendeten Gartengehölzen. Dieser Zierstrauch ist ein echtes Gartenjuwel, denn er öffnet seine wunderbar duftenden Blüten zu einer sehr ungewöhnlichen Zeit, nämlich erst im Spätsommer (August – November). Erst dann erscheinen seine rahmweißen Blüten, mit dem kleinen purpurroten Kelch. Durch die späte Blütezeit ist das Heptacodium eine wertvolle Bienenweide.

Der seltsame Name "Sieben-Söhne-des-Himmels " geht auf die kleinen, etwa einen Zentimeter großen, rahmweißen Blüten zurück, die jeweils zu siebt beieinanderstehen (griechisch hepta = sieben, codium = Kopf).

Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch ist ein sommergrüner, buschig aufrecht wachsender Zierstrauch, der in unseren Breitengraden eine Wuchshöhe von 4 bis 6 m erreichen kann.

Dieser Zierstrauch liebt warme Standorte an sonnigen und halbschattigen Lagen. Bevorzugt wird ein nährstoffreicher und durchlässiger Boden.

Der anspruchslose und sehr gut winterharte Strauch trägt länglich-eiförmige, nahezu ganzrandige Blätter, die sich im äußeren und oberen Bereich des Strauches bei wärmeren Temperaturen kahnartig zusammenfalten.

Er ist mit seiner gelbbraunen bis braunen, abblätternden Rinde auch nach dem Laubfall eine auffällige Erscheinung. Ebenso markant und wirkungsvoll sind die zierenden Fruchtstände, welche sich in rosa bis tief purpurner Farbe präsentieren. Aus diesem Grund sollte der Zierstrauch als Solitär, also in Einzelstellung oder höchstens in Kombination mit kleineren Gehölzen und Stauden verwendet werden. Es gibt durchaus viele Verwendungsmöglichkeiten für diesen außergewöhnlichen Strauch. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

Wintergrüne Ölweide – Eleagnus ebbingei

Da die Auswahl an immergrünen Laubgehölzen im Baumschulsortiment sehr begrenzt ist, freuen wir uns sehr, Ihnen eine leider viel zu selten verwendete Pflanze vorzustellen:

Die immergrüne Ölweide

Ölweiden sind sehr anspruchslose und vielseitig verwendbare Gehölze. Sie bieten auch in den laublosen Jahreszeiten einen optimalen Sichtschutz in Form von geschnittenen Hecken, die in Gruppen oder in Einzelstellung ausgepflanzt werden können.
Im Spät-Sommer (Sept. – November) erscheinen ihre weißen und intensiv süßduftenden Blüten, die voll mit dem wichtigen Nektar für Bienen sind und sie deshalb zu einer äußerst wertvollen Bienentrachtpflanze macht.
Das attraktive Pioniergehölz zeichnet sich auch aus durch seine ausgeprägte Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, Trockenheit, Wind und Salz aus.

Damit die Ölweide in unseren Breiten auch im Winter immergrün bleibt, sollte sie an einem sonnigen bis halbschattigen Standort gepflanzt werden (die Winter-Morgen-Sonne sollte man meiden). An einem vollsonnigen Standort sollte die sonnenzugewandte Seite im Winter geschützt werden (das gilt übrigens für alle immergrünen Laubgehölze, wie auch z.B. der Kirschlorbeer). Die Ölweide ist sehr anspruchslos und wächst auf kargen, trockenen und durchlässige Böden und benötigt außer einem gewünschten Rückschnitt fast keine weitere Pflege mehr.

Auf Grund ihrer vielen guten Eigenschaften sollte die immergrüne Ölweide häufiger gepflanzt werden.

Mit ihrem silbergrauen Laub sind die robusten und pflegeleichten Ölweidearten ideale Gehölze für einen Steppengarten oder einen „Silbrigen Garten“, in dem auch andere wärme- und sonnenliebende, grau- und silberlaubige Gehölze, wie zum Beispiel Lavendel (Lavandula), Sanddorn (Hippophae) oder Bartblume (Caryopteris) dazugesellt werden können.

Neben der grünen Art der Ölweide gibt es auch die Sorte „Limelight“, welche mit ihrem intensiv gelben Fleck in der Blattmitte einen wundervollen Blickfang in Ihrem Garten zaubert.

Und nicht vergessen – wir ALLE sind für den Fortbestand unserer fleißigen Bienen verantwortlich!


 

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